Das Beste aus 15 blc-Jahren? Peanut Talks!

Das Beste aus 15 blc-Jahren? Peanut Talks!

17 Jahr, blondes Haar, so stand sie vor mir. OK: Erst 15 Jahr ist unser Einstand her, und unsere Chefin Kerstin Berns hatte auch nie blondes Haar. Aber unsere Geschichten sind genauso schön wie die von Udo Jürgens. Im Jubiläumsjahr teilen wir Klassiker aus 15 Jahren Sprachprozessberatung mit Ihnen. In unserer Reihe ‚blc-Geschichten‘ werden Sie lachen, staunen und vielleicht auch ein bisschen weinen! Aber ganz bestimmt werden Sie das ein oder andere mitnehmen. Wir starten mit unserer Lieblingsfrage und ‚Food For Thought‘. Enjoy das beste aus 15 blc-Jahren!

Lieblingsfrage aus 15 blc-Jahren: Äh, und was machen Sie jetzt genau?

Wir sind so speziell, dass keiner ad hoc versteht, was wir tun. Übersetzen? Nein. Systeme entwickeln? Nope. Texte schreiben? Auch nicht. Jeder blc-ler hat irgendwann eine eigene Erklärstrategie für diese Frage. Meine? Nach den Herausforderungen des Gegenübers zu forschen, um unser Geschäftsfeld dann anhand eines konkreten Beispiels zu erläutern. Das ist allerdings auch oft leichter gesagt als getan.

Lieblingsantwort: Wir sind zufrieden, danke!

„Nö, bei uns läuft alles super. Wir haben kaum Texte und die ändern sich selten“, sagt mein Gegenüber und greift in die Erdnuss-Schale. „Ist ja toll“, antworte ich ein klein wenig ironisch, denn ich weiß schon, dass super nicht immer super heißt. „Dann haben Sie ja kaum Übersetzungskosten!“ Eine Handvoll Nüsschen für mich.

Mein Gesprächspartner runzelt die Stirn: „Unsere Kosten sind immer identisch, weil sich die Volumina nie ändern.“ Er zweifelt offensichtlich an meiner Geistesgegenwart. „Aber Sie meinten doch, die Texte ändern sich kaum. Dann müssten die Kosten doch auch gegen Null gehen“, kontere ich. Unsicheres Knabbern auf der anderen Seite. „Äh, wir geben unsere Texte immer so an die Agenturen, wie sie sind, und bekommen immer eine Rechnung in gleicher Höhe.“ Na, das läuft ja echt super, denke ich. „Aber wieso zahlen Sie denn immer wieder neu für etwas, das schon längst als Übersetzung auf Ihrem Rechner liegt und sich jahrelang nicht geändert hat?“ Es wird sich am Hinterkopf gekratzt.

Einfach ist nicht immer gut

Eine Viertelstunde und eine leere Schale Erdnüsse später ist meinem Gesprächspartner klar, dass es vielleicht doch nicht so super läuft. Eine Bedienungsanleitung wird an eine Übersetzungsagentur geschickt, die Übersetzung kommt ein paar Tage später sauber und ordentlich zurück. Die Rechnung landet auf seinem Schreibtisch, der Betrag passt zur Seitenzahl. Also alles paletti! Noch nie hat er darüber nachgedacht, dass die Vorgängerversion längst übersetzt wurde und sich seitdem z. B. nur die Modellnummer geändert hat. Hilft ja auch nichts: Das Ding muss übersetzt werden.

Food For Thought

„Wie wäre es“, frage ich ihn, „wenn es ein System gäbe, das wie von Zauberhand Ihre Texte vergleichen, vorhandene Übersetzungen verwenden und nur neue Textinhalte an die Agenturen schicken würde?“ Ich schnappe mir die Erdnussschale vom leeren Nachbartisch und lege einzelne Erdnüsse in eine Reihe. „Und das Ihnen noch dazu eine Rechnung ausgibt, auf der nur das steht, was tatsächlich neu übersetzt werden muss?“ Triumphal fege ich die Erdnüsse in meine Hand und von dort in meinen Mund. „Ein Träumchen? Nee, das gibt schon. Heißt ‚Translation Memory‘.“

Klein-Vieh macht auch Mist

Unserer Gegenüber winkt ab: „Ach, dafür haben wir viel zu wenig Volumen. Die paar Texte im Jahr. Da lohnt sich der Invest gar nicht.“ Auch er greift nun in die neu gewonnene Schale. „Sicher?“, hake ich ein. „Angenommen Sie lassen 500 Seiten im Jahr übersetzen in 3 Sprachen. Dann können Sie mit einem gut gepflegten Translation Memory bei sich stark ähnelnden Texten bis zu 50% Kosten einsparen. Einfach nur dadurch, dass Sie gleiche Inhalte nicht immer wieder neu übersetzen lassen. Zack!“

Ich kann gerade noch den Impuls unterdrücken, eine Erdnuss in die Luft zu werfen und mit dem Mund aufzufangen. Sowas sieht nur im Film gut aus. „Damit haben Sie den Invest schon im ersten Jahr wieder raus. Und da haben wir noch gar nicht den Hebel bei steigender Zielsprachenzahl oder steigendem Volumen betrachtet. Davon abgesehen, welche anderen Vorteile so ein Translation Memory mit sich bringt – bessere Qualität in allen Sprachen, schnellere Übersetzungen und so.“

Äh, und was machen Sie nun dabei?

Mein Gegenüber nickt andächtig und spült dann die Erdnüsse mit einem großen Schluck Wasser herunter. „Ja, schön und gut. Und Sie haben jetzt so ein System für mich?“

Nicht ganz, dafür gibt es sehr große Reihe professioneller Software-Anbieter lokal und in der Cloud. Aber wir sagen Ihnen, wie es für Sie damit wirklich super läuft, und helfen Ihnen dabei, das mit den richtigen Systemen für Ihre Prozesse und Formate zu erreichen. Und das jetzt schon seit 15 blc-Jahren.

Richtige Antwort: Sprachprozessberatung

Und wenn Sie keine Tools einführen möchten, dann helfen wir dabei, den Prozess mit dem richtigen Übersetzungsdienstleister so aufzusetzen, dass ein Translation Memory zum Einsatz kommt und der Nutzen an Sie weitergegeben wird.

Diese Sprachprozessberatung machen wir übrigens auch für den Einsatz maschineller Übersetzungssysteme, Terminologie- und Ontologiesysteme, Sprachqualitätssicherungssysteme…

In den nächsten Wochen und Monaten teilen wir auf unserem Blog weitere Geschichten aus 15 blc-Jahren Beraterdasein mit Ihnen! Stay tuned!

Beitragsbild: Photo by Krisztina Papp on Unsplash

Bild: Photo by Michael Longmire on Unsplash

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