Wir schreiben das Jahr 2017- Kilgray’s memoQ

Wir schreiben das Jahr 2017- Kilgray’s memoQ

2017 hat Kilgray einige Neuentwicklungen auf den Markt gebracht, die wir uns natürlich im Detail angesehen haben. Welche Fortschritte bringen uns der Server 8.1, die neue Version memoQ 8.1 sowie das in diesem Jahr eingeführte Kundenportal?

Projektmanagement mit dem memoQ Server

Im Mai haben wir den memoQ Cloud Server vorgestellt, nun widmen wir uns dem Server 8.1, der beim Kunden lokal installiert wird. Der installierte Server bietet einige Vorteile gegenüber dem Cloud-Server, z. B. erlaubt er das automatische Abholen von Inhalten aus externen Quellen via Content Connector oder die Überwachung von Ordnern und Hochladen der Dokumente mithilfe der Folder Connection. Eine ausführliche Auflistung der Unterschiede ist auf der memoQ-Webseite verfügbar. Der für viele Unternehmen vermutlich entscheidendste Vorteil liegt aber darin, dass die Daten in diesem Fall beim Kunden liegen und nicht in der Cloud.

Kundenportal: Auftragsbearbeitung von A-Z

Ein weiteres großes Plus ist, dass der installierte Server ans Kundenportal angebunden werden kann, was für den Cloud-Server nach aktueller(!) Umsetzung noch nicht möglich ist. Das Kundenportal bietet den entscheidenden Vorteil, dass eine Auftragsbearbeitung von Anfang bis Ende möglich ist. Dabei sieht der Prozess so aus:

  • Schritt 1: Der Kunde meldet sich im Kundenportal an, lädt die zu übersetzenden Dokumente hoch und gibt einen gewünschten Liefertermin sowie ggfs. weitere Informationen an:
Auftragserstellung memoQ Kundenportal (Quelle: www.memoQ.de)
  • Schritt 2: Die Angebotsanfrage wird an den Projektmanager weitergeleitet. Dieser loggt sich im PM-Portal an und erstellt einen Auftrag. Dabei können Vorlagen mit automatisierten Aktionen genutzt werden, durch die z. B. automatisch die Vorübersetzung, die Benutzerzuweisung und die Verteilung der Dateien gesteuert werden.
  • Schritt 3: Der Auftrag wird an alle zugewiesenen Personen (Übersetzer, Überprüfer) geschickt: Sie erhalten eine Mail mit Zugang zum Projekt und können den Auftrag wahlweise in der lokalen memoQ-Instanz oder online in memoQ WebTrans bearbeiten. Es ist sowohl die parallele Bearbeitung als auch der Austausch von Paketen möglich.
  • Schritt 4: Nach vollständiger Bearbeitung des Auftrags erfolgt die Lieferung an den Kunden, die er sich direkt aus dem Kundenportal herunterladen kann.
Auftragsübersicht memoQ Kundenportal (Quelle: www.memoQ.de)

memoQ 8 mit optimierter Übersetzungsumgebung

Für den Einsatz des memoQ Servers und des Kundenportals ist eine Projektmanagerlizenz erforderlich. Serverprojekte können entweder webbasiert bearbeitet werden – oder in der lokalen Instanz, durch Herunterladen einer „lokalen Kopie“ der Dateien vom Server.

Den Übersetzer erwarten mit dem zweiten Release dieses Jahres memoQ 8.1 einige neue Features. Dazu zählt eine optimierte HTML-Vorschau, die nun auch die Vorschau von PPTX-Dateien ermöglicht:

HTML-Vorschau von PPTX-Dateien im memoQ (Quelle: www.memoq.de)

Innerhalb der Vorschau kann nun auch nach Text, der nicht für die Übersetzung importiert wurde, gesucht werden. Zu den weiteren spannenden Weiterentwicklungen für den einzelnen Übersetzer zählen die verbesserten Möglichkeiten zur Übersetzung von PDF-Dateien (mit dem Dienst TransPDF, für den ein Abonnement abgeschlossen werden kann), die optimierte Kompatibilität mit SDLXLIFF-Dateien und die direkte Einbindung der QA-Prüfungen von Studio.

Auf Projektmanagementebene wurde unter anderem in folgende Verbesserungen investiert:

  • Die Sortierung der Projekte nach Aktualität (letzte Bearbeitung) sowie automatische Archivierung
  • Die Nutzung von zweisprachigen Termdatenbanken in Projekten, die mehr als zwei Sprachen beinhalten
  • Ein sehr interessanter Punkt: Nun können auch die die neuronalen MT-Engines von Google oder Microsoft mit memoQ 8.1 verbunden werden (Für die externen Dienste ist aber eine eigene Lizenz erforderlich).

Fazit

Mit der Entwicklung des Kundenportals und den erweiterten Möglichkeiten im Projektmanagement hat Kilgray mit memoQ 8.1 einen großen Schritt in Richtung Prozessoptimierung gemacht. Damit ist es möglich, die gesamte Prozesskette zu durchlaufen: Von der Auftragserstellung durch den Kunden über das Projektmanagement durch den Administrator und die Bearbeitung durch die Lieferanten –  bis hin zur Rücklieferung an den Kunden. Gewisse Einschränkungen sind dadurch gegeben, dass standardmäßig nur drei Aktivitäten vorgesehen sind: Übersetzen und zwei Überprüferrollen, die aber je nach Gruppenzuordnung individuell angepasst werden können.

Auch die lokale memoQ-Instanz 8.1 bewährt sich durch einige Verbesserungen wie die optimierte HTML-Vorschau, die verbesserte Kompatibilität mit SDL-Dateien und die neuen Möglichkeiten im Bereich der NMÜ (Neuronale Maschinelle Übersetzung).

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