Ode an die Freude

Ode an die Freude

Kann man seine Arbeit gut machen, wenn man keine Freude an ihr hat? Nein! Gerade für uns als Berater ist es wichtig, mit Leidenschaft dabei zu sein. Wir brennen für das, was wir tun und das möchten wir auch in der Arbeit mit unseren Kunden vermitteln. Denn wir hoffen, dass unsere Begeisterung Wellen schlägt und andere mitreißt.

In unserem heutigen Blog geht es um die Freude und eine etwas philosophischere Herangehensweise an dieses Thema. Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Diese Woche scheint die Sonne bei uns in Düsseldorf, die blühenden Bäume zeigen ihre strahlenden Farben und die Vögel verkünden den Frühling durch ihr lässiges Singen… Und wir freuen uns.
Gefühl der Entspannung und der Leichtigkeit, Lächeln, Wärme im Oberkörper; so äußert sich die Freude… Wie schön es sich anfühlt!

Interessanterweise spricht man sehr selten von Freude und das ist schade. Viel Wert wird auf den Ernst gelegt, auf die Zuverlässigkeit oder auch die Beständigkeit; sehr selten aber wird Freude mit Produktivität und Effizienz assoziiert. Das ist bedauerlich, denn die Freude ist die Lösung aller Probleme und Übel. Ihr wohnt die Kraft inne, verzwickten Situationen eine neue Richtung zu geben. Von dem Moment an, in dem ich Freude an meinem Job habe, von dem Moment an, in dem ich mit Freude meine Beziehung zu meiner Familie, zu meinen Kollegen, zu meinem Chef ausfülle, kreiere ich Bedingungen und Lebenssituationen, die mich dazu führen, das Beste aus allem herauszuholen.

Die Befriedigung der Seele

Bild von Lennard Kamenski.Ich empfinde Freude – eine angenehme, tiefe, begeisternde Emotion – wenn ich erkenne, dass ich im Einklang mit mir selbst und meinen Werten bin. Im Gegensatz zu Vergnügen, ist Freude nicht das, was ich bekomme, wenn ich etwas erreicht habe oder wonach ich gesucht habe. Sie ist eher die  Quelle der Bewegung.
Freude ist auch nicht gleich Wohlbefinden, denn sie erfüllt nicht die Kriterien, die Wohlbefinden definieren. Wohlbefinden am Arbeitsplatz z. B. wird durch Kriterien definiert, die sich auf Ergonomie, Stress- und Konfliktfreiheit, Gesundheit und Sicherheitsvorschriften beziehen. Freude ist auch nicht gleichbedeutend mit Glück. Selbst wenn die Freude Teil des Glücks ist, dieser ideale Zustand des Glücks (der per Definition unerreichbar ist) zeichnet sich durch Dauer aus. Eine Gemeinsamkeit von Glück und Freude liegt in der Kultiviertheit.  Freude kommt von innen, sie ist daher nicht von außen gegeben und auch keine Gnade, die ich bekomme, sondern ein Dynamismus, eine existenzielle Kraft. Ich kann (und soll) mich dafür bewusst entscheiden und es steht mir immer zur Verfügung.

Die Macht der Exzellenz – Freude an der Arbeit

Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/klimkin-1298145/?utm_source=link-attribution&utm_medium=referral&utm_campaign=image&utm_content=1093758">klimkin</a> auf Pixabay.“ width=“300″ height=“225″></a>Was zur Verfügung steht, nennt sich Ressource, und wir sprechen hier von einer sehr wertvollen Ressource: dem Humankapital. Was bewirkt es in uns hinsichtlich unserer Leistungs-, Sozial- oder Reflexionsfähigkeit?<strong><br />
</strong>Freude zählt zu den primären Emotionen und ist, als solche, kommunikativ, expansiv. „Mitfreude, nicht Mitleiden, macht den Freund“, schrieb Nietzsche. Eine fröhliche Stimmung führt zur  Bereitschaft, mit anderen zu teilen und fördert Altruismus, Austausch, gegenseitige Hilfe und führt zu Kompromissbereitschaft. Eine hervorragende Komponente der Teamarbeit!</p>
<p>Als Emotion stimuliert die Freude auch die Produktion von bestimmten Hormonen und insbesondere von Dopamin, das Aufregung angesichts Neuerungen erzeugt in uns die Unternehmungslust weckt. Wenn ich motiviert bin, arbeite ich komfortabler und nutzte so meine Arbeitszeit besser: ich bin weniger abgelenkt, neige dazu, weniger abwesend zu sein oder weniger häufig krank zu werden.</p>
<p>Weiterhin hat mein emotionaler Zustand einen direkten Einfluss auf meine Wahrnehmung der Welt und daher auch auf meinen Arbeitsfokus. Experimente zeigen, dass Menschen, die sich in einer positiven Stimmung befinden, dazu neigen, die Situationen als Ganzes zu betrachten. Die, die in einem negativen Zustand sind, nehmen alles detaillerter wahr. Eine Herangehensweise ist beispielsweise, seinen eigenen Gemütszustand bewusst zu erkennen und seine Aktivitäten an die eigene Stimmung anzupassen.</p>
<h3><strong>Fünkchen im Alltag – eine Praxis besonderer Art </strong></h3>
<p>Wie schon erwähnt, hat meine Lebensfreude mit der Beziehung zu mir selbst zu tun. Sie ist die positive Rückmeldung zu meiner Existenz, zu dem „wie ich in dieser Welt bin“. Wenn ich ein gutes Feedback zu meinem „Dasein“ haben möchte, sprich meine Lebensfreude steigern möchte, soll ich meine Existenz (äußere Welt) zu meinen Werten (inneres Universum) anpassen. Dafür soll ich mich selbst regelmäßig „erforschen“ — Rücksicht auf meine fundamentalen Bedürfnisse nehmen.<br />
Was sind meine Herzenswünsche? Wie möchte ich die verschiedenen Rollen in meinem Leben erfüllen? Wer möchte ich JETZT sein? Die Antwort auf diese Frage ändert sich natürlich mit der Zeit. Wer möchte ICH jetzt sein? Und nicht was andere wollen, dass ich bin. Wer MÖCHTE ich jetzt sein? Und nicht wer ich denke, der ich sein kann oder darf. Was will ich als Person geschaffen und geschafft haben?</p>
<p>Was sind meine Bedürfnisse? Immer wieder Neues lernen? Sport machen? Unternehmungen?</p>
<p>Fragen zu stellen reicht aber nicht aus… Ich muss auf die Antworten achten und agieren.</p>
<p>Denn der „Mechanismus” ist sehr einfach: Jedes Mal, wenn ich der Person, die ich sein möchte, näher komme, öffne ich die Tür für Freude. Zum Beispiel, jedes Mal, wenn ich ein bisschen mehr die Projektleiterin bin, die ich idealerweise sein möchte, oder ich ein bisschen mehr der Mutter ähnele, die ich für meine Kinder sein möchte… Wenn ich das Gefühl habe, dass das, was ich mache (wie ich durch eine Aktion meine Existenz gestalte), zu MIR passt, empfinde ich automatisch diese starke Emotion, Bestätigung des Lebens, Manifestation meiner Lebenskraft.</p>
<p><a href=Bild von <a href="https://pixabay.com/de/users/lizzyliz-46925/?tab=latest&pagi=2">Liselotte Brunner</a> auf Pixabay.“ width=“1024″ height=“683″></a></p>
<p>Wenn ich nicht die primäre Absicht habe, Freude in mein Leben zu bringen, werden andere Dinge passieren, die nicht erwünscht sind. Negative Gedanken sind wie Unkräuter: sie tauchen einfach auf. Je nachdem, welche Samen ich säe, werden stattdessen aber Mohnblumen wachen, oder Sonnenblumen, oder Rosen. Die Entscheidung liegt bei mir, bei jedem von uns.</p>
<p>Denn die ultimative Weisheit liegt im Lächeln, in der Erfüllung, in der Freude — sie sind im Ernst wesentlich für die Zukunft dieser Welt.</p>
<hr>
<p>Beitragsbild von <a href=Bekka Mongeau auf Pexels.

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