tekom 2020 – ganz schön digital

tekom 2020 – ganz schön digital

Die tekom 2020 stand diesmal ganz im Zeichen der Digitalisierung – und das nicht nur thematisch. Digitale Vorträge und virtuelles Networking machten die gesamte tekom Tagung aus. Wir sind in Corona-Zeiten mehr oder weniger zu Profis der Online-Kontaktpflege geworden. Nun konnten wir diese Skills im tekom Tagungs- und Messeumfeld voll zur Geltung bringen.



Spannende digitale Fachvorträge

An 5 Tagen in über 150 Fachvorträgen waren wir mit dabei, wenn Experten ihr Wissen digital verbreiteten. Darunter gab es viele spannende und unterhaltsame Vorträge, gerade im Bereich Terminologie, Taxonomie, Ontologie und KI-Tools. In meinem Vortrag „Ontologien für Millionen“ fand ich viel Freude daran, unseren blc Ontobot den interessierten Fachbesuchern vorzustellen. Mein Vortrag drehte sich um die Möglichkeiten von Terminologie und Ontologie in Verbindung mit KI-Tools. Dabei standen eine von uns erstellte Ontologie und ein von uns kreierter Chatbot im Mittelpunkt. Da der Chatbot explizit für die Mensch-Maschinen-Kommunikation gemacht ist, war er natürlich prädestiniert für die digitale tekom. Übrigens: Wer den Vortrag verpasst hat, sollte unsere kommenden Webinare im Blick behalten. 😉

Virtueller Austausch auf der Messe – Jein

Natürlich gehört zu einer Tagung ganz viel persönlicher Austausch. Hier fanden wir persönlich unsere größte Herausforderung bei der digitalen tekom. Es gab zwar das virtuelle Café, virtuelle Messestände und Onlinetermine. Und wir wollten natürlich die Möglichkeiten zum Online-Networking nutzen und viele interessante Kontakte treffen! Dabei standen wir aber leider großen technischen Problemen gegenüber, die solche Meetings unterbanden. Außerdem flanierten insgesamt natürlich deutlich weniger Personen über die virtuellen Messestände als bei der tekom vor Ort, live und in Farbe. Bei Vor-Ort-Tagungen ist meist ein kompletter Tag nur dafür reserviert und einfach mal jemanden zufällig sehen und ein bisschen quatschen, das kann auf so einer digitalen Messe leider nicht passieren.

Fazit: Ist ‚digital‘ die Zukunft der tekom?

Alles in allem hat die tekom in der gebotenen Eile eine erfolgreiche, interessante und anregende Veranstaltung auf die Beine gestellt. Nachbesserungsbedarf besteht aber durchaus, zum Beispiel bei den technischen Voraussetzungen. Hier entstehen in der aktuellen Situation natürlich ganz neue Anforderungen. Außerdem lohnt es sich sicher, Konzepte zu erarbeiten, wie die Zuschauer mehr auf die virtuelle Messe gelockt werden können. Denkbar sind spontane thematische Gruppenchats an Messeständen. Oder animierte Stände, die dem Besucher tatsächlich das Gefühl geben, sich über die Messe zu bewegen. Natürlich mit Kaffeepausen und Goodies zum mitnehmen, eben ganz wie auf einer ‚richtigen‘ Messe.

Unser Fazit: Die virtuelle tekom kann ein zukunftsträchtiges Modell für Tagungen in besonderen Situationen sein, wenn sie sich allen technischen und kommunikativen Herausforderungen stellt und diese rechtzeitig löst. Wenn es allerdings möglich ist, dann würden wir Präsenzveranstaltungen mit ihren weitreichenden Möglichkeiten zum Networking immer den Vorrang geben.

Bild: tekom Jahrestagung

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